Schweißdrüsen bzw. Hyperhidrose

Hyperhidrose, lateinisch Hyperhidrosis, beschreibt eine lokale oder generalisierte Steigerung der Schweißsekretion der Schweißdrüsen mit Krankheitswert.

Der Körper produziert unabhängig von Wärme oder Kälte, Tages- oder Jahreszeit übermäßig und unkontrollierbar viel Schweiß. Die Betroffenen leiden sehr darunter, die Auswirkungen betreffen sowohl den Sozial- als auch den Arbeitsbereich . Häufig ist das Schwitzen mit normalen Mitteln nicht zu beheben und die Patienten haben oft einen langen Leidensweg hinter sich.

Es gibt verschiedene Therapiemethoden:

Die bekanntesten sind die Behandlung mit Botox® oder die sogenannte Schweißdrüsenkuretage.

Die bisher durchgeführte Operationstechnik der Schweißdrüsenabsaugung zeigte immer wieder Komplikationen oder relativ hohe Rezidivraten, so dass eine nochmalige Operation nötig war. Daher wurden eigens zur Schweißdrüsenabsaugung Kanülen entwickelt mit denen viel mehr Schweißdrüsen entfernt werden können.

Dadurch wurde die Rezidivrate deutlich gesenkt. Die möglichen Komplikationen sind minimal und zeigen sich beispielsweise als kleine Hämatome und Verhärtungen im Achselbereich, die sich jedoch nach kurzer Zeit zurückbilden.

Diese neu entwickelte Methode der Schweißdrüsen-Absaugung ist ein minimal-invasiver Eingriff und wird in einer sog. Tumeszenz-Lokalanästhesie durchgeführt und ist daher eine ambulante Operation. Es ist kein stationärer Aufenthalt notwendig, man kann das Alltagsleben normalerweise wieder sofort aufnehmen.

Es kommt auch nicht zu einer kompensatorischen Schweißübersekretion an anderen Körperstellen.

Einspritzen von Botulinumtoxin (Botox)

Die Anwendung von Botox in der Achselhöhle ist kaum schmerzhaft. An Händen und Füssen ist sie schmerzhaft, weswegen vorher eine örtliche Betäubung (Handblock, Fußblock). durchgeführt wird.

Im Bereich der störenden Schweißbildung wird über mehrere Einstiche Botulinumtoxin injiziert. Botulinumtoxin (Botox) ist ein Stoff, der die Erregungsleitung von Nerven auf Muskeln und Schweißdrüsen hemmt. Daher kommt es bei diesem Eingriff nach etwa zwei Tagen zu stark eingeschränktem Schwitzen im jeweiligen Gebiet. Der Effekt hält bis zu einem Jahr an. Wenn die Wirkung verschwindet, besteht wieder die vorherige Schwitzstärke.

Aus wissenschaftlicher Sicht bestehen keine Bedenken gegen eine wiederholte Botulinumtoxin-Injektion.


Behandlungsablauf Schweißdrüsen bzw. Hyperhidrose:

Im Rahmen eines persönlichen, individuellen Vorgespräches werden Sie von Dr. Grath über die Möglichkeiten, den Umfang und die möglichen Risiken der Schweißdrüsen-Behandlung informiert.

Regelmäßige Hygiene ist eine wichtige Vorraussetzung für einen schnellen Heilungsverlauf.

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